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Muttersprachliches Frauenfrühstück im Rahmen des Integrationsmanagements

20. März 2026 | Angebot, Veranstaltung

Seit 2023 gibt es das muttersprachliche Frauenfrühstück in der Gemeinde Eningen unter der Leitung von Sofie Jamous und der Begleitung durch das Integrationsmanagement. Nach Eningen kam Sofie Jamous durch das Angebot eines MIA Kurses – Migrantinnen einfach stark im Alltag, den das IM Eningen damals gemeinsam mit BIM – Bildungszentrum in Migrantenhand – organisierte und Sofie Jamous als Kursleiterin angefragt wurde.

Die Teilnehmerinnen hatten den Wunsch, sich auch über das Kursende hinaus weiterhin treffen zu können.  So entstand die Idee eines monatlichen Frauenfrühstücks. Zunächst fanden die Treffen innerhalb des Arbeitsauftrages von Sofie Jamous bei BIM statt. Später wurde das Frühstück durch GLEICH teilhaben, ein Beteiligungsprojekt der NeMO – Netzwerke von Migrantenorganisationen, gefördert. Als auch diese Förderung entfiel konnte das Spendenparlament Reutlingen für die Förderung des Projektes in 2025 gewonnen werden. 2026 übernimmt die Gemeinde die Kosten für das muttersprachliche Frauenfrühstück, sodass es auch in diesem Jahr ein wertvoller Bestandteil bleiben kann.

Für das Frauenfrühstück treffen sich einmal pro Monat 50 bis 65 Frauen aus dem arabischen Kulturkreis in den Räumen des Asylcafés. Hier können sie miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen und vor allem miteinander Spaß haben. Es wird viel gesungen, getanzt und gelacht. In dieser Atmosphäre genießen die Frauen ihre zu Hause vorbereiteten Lieblingsspeisen bei einer Tasse Tee oder Kaffee.

Die Frauen haben einen Ort, an dem sie ihre eigene Kultur leben und lebendig halten können. Durch kleinere Vorträge von Sofie Jamous oder eingeladenen Referentinnen erhalten die Frauen Einblicke in unterschiedliche Themen. Im Mittelpunkt stehen dabei Empowerment, Gesundheit, Selbstwert und Selbstfürsorge. Dank der muttersprachlichen Begleitung des Treffens durch Sofie Jamous gibt es keine Sprachbarrieren, die den Austausch und die Kommunikation behindern. Die Vernetzungsarbeit bei den Treffen steht im Vordergrund. Die Frauen sollen Kontakte knüpfen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Sie können sich Anregungen geben, Hilfen anbieten, wertvolle Erfahrungen miteinander teilen und sprachliche und beruflichen Erfolge anderer Frauen miterleben. Sofie Jamous hat ein WhatsApp-Netzwerk eingerichtet, in dem sich mehr als 400 Frauen aus Reutlingen und dem Landkreis austauschen. Außerdem ist ein Flohmarkt-Netzwerk entstanden, in dem gebrauchte Waren angeboten werden. Darüber hinaus unterstützt Frau Jamous im Rahmen ihrer Arbeit bei BIM die Frauen in zahlreichen Einzelgesprächen: bei der Suche nach Arbeit und Ausbildung, beim Zugang zu Sprachkursen, bei beruflicher Weiterqualifizierung und bei Erziehungs- und persönlichen Fragen.