Ende April wurde in die Schulbegleitung geschnuppert! Das war ein ganz bedeutsamer Einblick in die Arbeit von pro juventa. Einen Tag lang konnten wir den Alltag der Schulbegleitung an der Peter-Rosegger-Schule begleiten und miterleben, wie lebendig und wertvoll diese Arbeit ist.
Bereits um 8:15 Uhr trudelten nach und nach alle Kinder ein. Manche starteten ruhig in den Morgen, andere waren sofort voller Energie. Zusammen mit zwei Schulbegleitungen haben wir an diesem Tag eine Spielbetreuungsgruppe begleitet, um die Ausfälle einiger Schulbegleitungen aufgrund einer Fortbildung aufzufangen. Im Mittelpunkt stand zunächst einmal das Ankommen. Es wurde gemalt, gespielt und gemeinsam langsam in den Tag gestartet.
Schon in dieser ersten Phase wurde deutlich, wie wichtig feste Strukturen und verlässliche Bezugspersonen für viele Kinder im Schulalltag sind. Einige benötigten über längere Zeit individuelle Unterstützung oder beschäftigten sich intensiv mit sich selbst und ihrer eigenen Wahrnehmung. Dadurch war man häufig stark in einzelne Situationen eingebunden und musste dennoch die gesamte Gruppe im Blick behalten.
Wenig später ging es nach draußen. Dort warteten unterschiedliche Spielfahrzeuge, die sofort begeistert genutzt wurden. Auch der Fußballplatz entwickelte sich schnell zu einem zentralen Treffpunkt und lud zum Spielen ein. Bewegung spielte an diesem Tag insgesamt eine große Rolle. Gerade in den freien Spielphasen zeigte sich jedoch, wie wichtig Orientierung und Begleitung für viele Kinder sind. Manche Situationen erforderten direkte Unterstützung, damit das gemeinsame Spielen gut gelingen konnte und alle Kinder in die Gruppe eingebunden blieben.
Nach dem ersten Austoben folgte die Essenspause. Alle Kinder hatten ihr Vesper dabei und wir aßen versammelt am Tisch. Da das Wetter an diesem Tag sehr angenehm war, ging es anschließend direkt wieder nach draußen. Der große Sandkasten sowie die Fahrgeräte blieben über den gesamten Vormittag hinweg beliebte Beschäftigungen.
Der Tagesablauf unterschied sich an diesem Tag in einigen Punkten von einem typischen Schulalltag. Durch die fehlenden Schulbegleitungen standen das Spielen und Betreuung sehr viel stärker im Vordergrund. Dabei wurde spürbar, wie herausfordernd es sein kann, mehreren Kindern gerecht zu werden. Viele Situationen verlangten Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen. Zudem fiel auf, wie wichtig klare Strukturen und feste Abläufe für viele Kinder sind, da diese im veränderten Tagesablauf teilweise fehlten.
Während der Hofpause waren alle Kinder draußen unterwegs und die Aufsicht wurde gemeinsam übernommen. Hier zeigte sich, wie aufmerksam Schulbegleitungen den gesamten Tag über sein müssen. Gerade in größeren Gruppen war es wichtig, schnell auf verschiedene Situationen reagieren zu können und gleichzeitig darauf zu achten, dass alle Kinder sicher auf dem Schulgelände unterwegs bleiben.
Zum Mittagessen kamen schließlich alle Kinder in einem großen Raum zusammen. An verschiedenen Tischen wurde gemeinsam gegessen. Einige Kinder holten ihr Essen selbstständig ab, andere wurden dabei von den Schulbegleitungen unterstützt. Anschließend ging es in die Nachmittagsbetreuung, die ebenfalls draußen stattfand. Dort wurde Musik gehört, geschaukelt, mit Bällen gespielt oder erneut der Sandkasten genutzt.
Um 15:15 Uhr endete der Tag damit, die Kinder zum Bus zu begleiten und zu verabschieden. Der Tag vermittelte einen intensiven Einblick in die Arbeit der Schulbegleitung und machte deutlich, wie viel Aufmerksamkeit und Flexibilität dieser Beruf erfordert. Zugleich wurde sichtbar, wie wichtig diese Unterstützung für viele Kinder im Alltag ist und wie sehr feste Bezugspersonen Orientierung geben.
In Erinnerung geblieben ist dabei vor allem ein Satz einer Mitarbeiterin: „Es ist sehr schön, weil das, was man gibt, bekommt man von den Kindern auch wieder zurück.“

