Flexibel organisierte Hilfen (FloH)
FloH – Was bedeutet das eigentlich?
Die Flexibel organisierten Hilfen (FloH) umfassen drei Formen der Hilfe zur Erziehung: Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH), Erziehungsbeistandschaft (EB) und Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISE)
Wie kommt es zu einer Hilfe?
Die Hilfen zur Erziehung werden über den zuständigen Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes vermittelt. Die Mitarbeiter*innen des ASD werden z.B. tätig, wenn von den Sorgeberechtigten eine Anfrage eingeht, oder auch nach Meldungen von Schule, Kita oder Personen aus dem Umfeld. Nach der Entscheidung des ASD für eine der drei genannten Hilfen wird der zeitliche Umfang festgelegt und ein Auftrag erteilt. Wird pro juventa angefragt, übernimmt das FloH-Team die Durchführung der Hilfe.
Wer arbeitet im FloH-Team?
Das FloH-Team besteht aus sozialpädagogischen Fachkräften mit vielfältigen Zusatzqualifikationen.
Wie arbeiten wir?
- Zielorientiert am Hilfeplan, klare Vertragsgestaltung
- gleichberechtigte Mitwirkung aller Beteiligten
- Arbeit in kleinen und für jede*n überprüfbaren Schritten
- Individuelle Gestaltung des Hilfeverlaufs mit Familien und jungen Menschen
- Ergänzt durch Arbeit mit Gruppen und freizeitpädagogischen Arbeiten
- Kombination aus Beratung, Begleitung, Betreuung und gegebenenfalls Kontrolle
Unser Team vor Ort

Eike van Balen

Manuel Schmid
Stellv. Fachbereichsleitung ambulante Hilfen zur Erziehung
Tel. 0174 9924929
manuel.schmid@pro-juventa.de
Was steckt hinter den Begriffen?
Was ist Sozialpädagogische Familienhilfe?
- Hilfe nach § 31 SGB VIII
- Familie hat Vorrang
- Stärkung der Erziehungsfähigkeit von Eltern
- Ressourcenorientiertes Arbeiten
- Aufsuchende Hilfeform, in der Regel im Haushalt der Familie
- Sicherung der elementaren Grundbedürfnisse
- Altersgerechte Förderung von Kindern und Jugendlichen
Was ist Erziehungsbeistandschaft?
- Geregelt in § 30 SGB VIII
- Kind oder Jugendliche*r im Fokus
- Familie bleibt primäres Bezugsnetzwerk
- Unterstützung von Persönlichkeitsentwicklung und Verantwortungsübernahme
- Hilfe erfolgt im Einzelkontakt und Familiengesprächen
Was ist Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung?
- Geregelt in § 35 SGB VII
- Junger Mensch auf dem Weg
- Zeitlich intensive, niederschwellige Unterstützung
- Zukunftsperspektiven entwickeln und eigenverantwortliche Lebensführung fördern
- Unterstützung beim Übergang zu anderen Hilfen
Was ist BJW?
- Im betreuten Jugendwohnen gemäß §§27, 34 bzw. 41 SGB VIII können junge Menschen ab 16 Jahren betreut werden, die bereits über ein gewisses Maß an Selbstständigkeit verfügen. Spätestens mit Vollendung des 21. Lebensjahres erfolgt das Ausscheiden aus der Jugendhilfe. Das Jugendamt finanziert den Wohnraum, übernimmt die Lebensunterhaltskosten sowie die Finanzierung der Betreuung.
- Im betreuten Jugendwohnen leben die jungen Menschen weitgehend selbstständig in Wohnungen, die überwiegend uns gehören oder von uns angemietet sind. Dabei wohnen sie in der Regel mindestens zu zweit zusammen.
- Durch die pädagogische Begleitung in den unterschiedlichen Lebensbereichen, wie Spracherwerb und Bildung, Gesundheit, Alltagskompetenz, Freizeitgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe sowie Persönlichkeitsentwicklung, soll die Integration sowie die Verselbstständigung der Jugendlichen gefördert werden.
Unser Kompetenzprofil
Individualisierte Angebote durch ein multiprofessionelles Team
Kooperativ, begleitende Familienhilfe im vertrauensvollen Rahmen
Beratung mit Hilfe von bedürfnis- und lösungsorientierten Methoden
Transparentes Vorgehen im Kinderschutz
Berücksichtigung des inklusiven Gedankens in unserem Handeln
Unterstützend bei der Integration in gesellschaftliche Strukturen unter Einbeziehung der Vernetzung im Sozialraum
Ankommen und Integration fördern bei unbegleiteten minderjährigen geflüchteten Menschen
Kulturelle Bildung und Unterstützung beim Spracherwerb sowie Lebensperspektiven entwickeln
Aufarbeitung von Fluchterfahrungen und traumasensibles Arbeiten sowie sichere Orte schaffen
Einblicke in unsere Arbeit
Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit mit den unbegleiteten minderjährigen geflüchteten Menschen (UMA) ist die Begleitung im Asylverfahren und damit die Sicherung einer guten Bleibeperspektive.
Besondere Angebote:
Immer wieder bieten wir Gruppenangebote für Elternpaare mit Gewalterfahrung sowie Stressbewältigungswochenenden nur für Mütter oder nur für Väter an. Diese Angebote sind mit Projektgeldern über STÄRKE finanziert.
Das Team der flexibel organisierten Hilfen
Hier finden Sie uns
Flexibel organisierte Hilfen (FloH)
Steinenbergstraße 12
72764 Reutlingen
